Le Puy – Saint-Jean-Pied-de-Port

Auf der Via Podiensis ist es fast durchweg üblich, dass die Quartiere vorbestellt werden, auch in den Gite d’étape – egal ob kommunal oder privat. Eine Buchung ist ein bis zwei Tage vorher sinnvoll. An Orten mit wenig Bettenkapazität ist eine frühere Reservierung zu empfehlen.

Unser Mitglied Werner Kehl aus Miltenberg, ohne französische Sprachkenntnisse von Le Puy aus unterwegs, hat sich von einer französischen Mitpilgerin einen Zettel schreiben lassen, auf dem er die/den Herbergsmutter/vater bat, für ihn am nächsten Tag ein Quartier zu bestellen. Damit hat er sehr gute Erfahrungen gemacht, deshalb veröffentlichen wir nachstehend diesen Text zu Ihrem Gebrauch. Ein umfassendes Verzeichnis der Herbergen, wie es im nächsten Abschnitt vorgestellt wird, ist dazu sehr zu empfehlen.

Madame, Monsieur, je marche vers St. Jacques de Compostelle, je suis pélerin et je ne parle pas francais. Auriez-vous la gentilesse de bien vouloir réserver pour moi, (Werner Kehl - Ihr Name) un lit dans le gite (Name der Unterkunft) pour une nuit á partir de demain soir. Je vous remercie d'avance de votre bienveillance.

Ein umfassendes Verzeichnis zu Herbergen, Hotels, Camping, Essen, Einkaufen usw. für Fußpilger, Radpilger und zu Pferd von Le Puy bis St.-Jean Pied-de-Port, bietet der französische Führer „miam-miam-dodo“ (der Kindersprache entnommen, etwa: ham-ham, Schläfchen machen) von Jacques und Lauriane Clouteau (ISBN für die Ausgabe 2002: 2-9508486-4-8). Kartoniert, 180 Gramm. Dieser Führer enthält Wegskizzen und Quartiere auch etwas abseits des Jakobsweges. Manche Vermieter sind bereit den Pilger auch einige Kilometer weit abzuholen - oder
LES GUIDES PRATIQUES des Chemins de Compostelle, Le Puy en Velay - Roncevaux, Compostelle 2000. Spiralbindung, 33 Seiten (leicht - 60 Gramm). Inhalt: Kilometer-Angaben der Etappen, Gehzeiten, Gesamtkilometer, nur Unterkünfte am Weg.

Sehr häufig angetroffen haben wir Ende Mai – Anfang Juni 2002, dass sich viele „Pilger“ (bestimmt 80 – 90 %) ihr Gepäck transportieren lassen. Mit leichtem Rucksack ziehen sie locker an den Pilgern vorbei, die alles mitschleppen. Möglich wird das durch die Organisation "TRANSBAGAGES“ – Transport des Bagages (+ personnes) 18 Allée des Soupirs, 48000 Mende Tel: 04 66 65 27 75 Fax: 04 66 65 27 77 www.transbagages.com

Saugues

Das Gite d’étape communal in Saugues, am Campingplatz gelegen, wurde von uns als sehr schmutzig angetroffen, die große Abfalltonne übervoll – man hat überall gemerkt, dass sich schon lange niemand dort umgesehen hatte.

Les Quatre Chemins, (zwischen Aumont-Aubrac und Rieutort d’Aubrac)
Neu ist, daß es im Café Régine auch eine Möglichkeit zum Übernachten gibt. In einem Nebengebäude stehen 8 Betten für müde Pilger bereit. Essen wird allerdings von Mitpilgern als nicht besonders gut eingestuft (Küche ist etwas schlampig).

Nach Les Quatre Chemins beginnt in einer Senke eine nasse und schlammige kurze Strecke. Nach dem Abzweig von der Straße liegen viele ausgeholzte Äste links und rechts des Weges. Wenn jeder Pilger einen Ast bis zur Schlammstelle mittragen würde, könnte mit der Zeit das nasse Loch entschärft werden!

Sénergues, (9 km vor Conques)
Das Gite d’étape – Domaine de Sénos – kann uneingeschränkt empfohlen werden. Schöne Zimmer, alles sehr sauber, mit Liebe eingerichtet, sogar Liegestühle vorhanden. Großes Lob!!

Weitere Anmerkungen die für künftige Pilger interessant sind bitte an:
Ferdinand.Seehars@t-online.de
siehe dazu auch:
Le Puy - Saint-Jean-Pied-de-Port - Kilometerangaben
Etappe von St. Jean-Pied-de-Port nach Roncesvalles